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Ländlicher Raum    Feb. 2012

Online-Fachzeitung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

UMWELT & NATURSCHUTZ

Eva Maria Gantar, Katharina Dianat und Christian Holler: Zur Situation des Streuobstbaus und der obstgenetischen Ressourcen in Österreich

Die Biodiversität im Obstbau ist mit der Gesamtsituation des Streuobstbaus untrennbar verbunden. Derzeit gibt es keine flächendeckende aktuelle Statistik, aufgrund regionaler Daten ist jedoch von einem dramatischen Rückgang der Streuobstbestände in den letzten Jahrzehnten auszugehen. Die streuobstbezogenen Fördermaßnahmen werden regional sehr unterschiedlich angenommen. Mit Flächenförderungen alleine kann der Rückgang nicht gestoppt werden, unumgänglich ist die Nutzung und Pflege der Bestände.


Mit dem Rückgang beim Streuobstbau ist auch ein Rückgang der Obstsortenvielfalt verbunden. Österreich hat sich international zur Erhaltung der agrarischen Biodiversität verpflichtet - dies umfasst auch die Obstsorten. In Österreich werden derzeit in 12 Projekten  ca. 2.600 Obstsorten mit ca. 9.000 Bäumen erhalten. Neben ex-situ Genbanken, spielt zunehmend die on-farm Erhaltung eine wichtige Rolle.