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Ländlicher Raum    Feb. 2012

Online-Fachzeitung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

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Bücher

Heinrich G. Kopetz: Die vermeidbare Energiekrise

Erschienen im Verlag Weishaupt-Gnas, Wien 2009, 222 Seiten; Preis: 19,50 Euro; ISBN 978-3-7059-0307-4.


- Warum droht ein Energienotstand?
- Wie kann er verhindert werden?
- Wer trägt Verantwortung für eine sichere Energieversorgung in der Zukunft?
 
Auf diese Fragen geht Kopetz in diesem auf wissenschaftlichen Fakten und energiepolitischen Realitäten aufbauendem Buch nach. Wie ein roter Faden zieht sich dabei folgendes Credo durch: Zur Vermeidung eines Energienotstandes und zum dringenst notwendigen Klimaschutz ist der Umstieg auf erneuerbare Energieformen wie Solarstrahlung, Biomasse, Wind und Wasserkraft äußerst dringend erforderlich. 

 
Die sieben Hauptthesen im Buch "Die vermeidbare Energiekrise":
 
1. Wir steuern auf einen Energienotstand zu:
    Die Produktion wird zuerst bei Erdöl und später auch bei Erdgas weltweit
    zurückgehen. Der internationale Streit um die knappen Mengen kann zu
    Versorgungsengpässer führen.
 
2. Die Politik ignoriert unangenehme Tatsachen:
    Durch die Öffentlichkeitsarbeit der fossilen Energiewirtschaft begünstigt, wird in der
    öffentlichen Debatte die Möglichkeit eines Energienotstandes weitgehend ignoriert.
 
3. Es wird kaum Vorsorge für eine sichere Energieversorgung getroffen:
    Es geht wertvolle Zeit für strukturelle Umstellungen der Energieversorgung auf
    erneuerbare Energie verloren, die dann in Zeiten der Energiekrise fehlen wird. 
 
4. Der Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas ist unausweichlich:
    Der Umstieg  auf erneuerbare Energien, eine bessere Energieeffizienz und
    Energiesparen sind die einzige erfolgreiche Strategie um Energiekrisen zu
    verhindern.
 
5. Vollständiger Umstieg auf erneuerbare Energieträger bis 2040/2050 möglich:
    Österreich muss sofort die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen um den 
    Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen zu decken.
 
6. Kohlendioxid-Abgabe, Ressourcenabgabe und Förderprogramme:
    Zur Sicherstellung der Energieversorgung mit erneuerbaren Energieträgern ist
    eine Kohlendioxidsteuer, eine Ressourcenabgabe, ein stabiles Förderprogramm
    sowie neue gesetzliche Rahmenbedingungen notwendig. Eine umfassende
    sachliche Information der Bevölkerung über die Vorteile einer Energiewende
    soll damit einhergehen.
 
7. Senken der Treibhausgase:
    Der Umbau der Energieversorgung bringt einen Rückgang der Treibhausgase und
    damit die Erfüllung der Verpflichtungen aus den Klimaverträgen als erwünschten
    Nebeneffekt.  


Der Autor Dipl.-Ing. Dr. Heinrich G. Kopetz war viele Jahre Direktor der Kammer für Land- und Forstwirtschaft in der Steiermark und Aufsichtsrat der Steirischen Landeselektrizitätsgesellschaft. Seit 1997 ist er Vorsitzender des Europäischen Biomasseverbandes, seit 2008 im Vorstand des Weltbiomasseverbandes. Kopetz engagiert sich vor allem auf europäischer Ebene und ist weltweit als Vortragender zu Fragen der Energiegewinnung aus Biomasse tätig.