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Ländlicher Raum    März 10

Online-Fachzeitung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

POLITIK, WIRTSCHAFT & GESELLSCHAFT

Felicitas Schneider: Lebensmittel im Abfall – mehr als eine technische Herausforderung

 
Essen ist mehr als nur ein physiologisches menschliches Bedürfnis. Die Aufnahme von Lebensmitteln steht gleichzeitig auch in vielfältigem Zusammenhang mit Geselligkeit, Genuss, Kultur, Religion, Verfügbarkeit, moralischer Verantwortung und anderem.


Das zugehörige Wissen um die Saisonalität der Verfügbarkeit, die Zubereitungsmöglichkeiten und mögliche Ersatzprodukte in Mangel- oder (religiösen) Verbotszeiten war ein selbstverständlicher Teil der jeweiligen Kultur. Während in der vorindustrialisierten Zeit hauptsächlich Lebensmittel gegessen wurden, die - bildlich gesprochen - in Sichtweite des Kirchturms saisonal angebaut wurden, stehen uns heute Lebensmittel aus allen Ländern der Welt täglich zur Verfügung.
 
Die Vermeidung von genießbaren Lebensmittelabfällen ist eine Problematik, deren Lösung nur in einer gesamtgesellschaftlichen Veränderung erfolgen kann. Es sind daher umfassende, auf eine langfristige Umsetzung ausgelegte integrative Konzepte erforderlich, die auf den Grund­lagenerkenntnissen aufgebaut werden sollten.