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Ländlicher Raum    Mai 2012

Online-Fachzeitung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

DEKKER Sanne

Ruth Kratochvil - Sanne Dekker: Der ökologische Fußabdruck: biologische Mutterkuh- und



Der ökologische Fußabdruck (ÖFA) ist ein Werkzeug, um den anthropogenen Naturverbrauch vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Entwicklung zu bilanzieren. Im vorliegenden Artikel wurde der ÖFA für Rindfleisch aus ökologischer Mutterkuh- und konventioneller Mastrinderhaltung berechnet. Bedingt durch extensive Grünlandbewirtschaftung, höheren Stallgebäude- und Strohbedarf sowie niedrigere tierische Leistungen ist der ÖFA für Rindfleisch aus Mutterkuhhaltung fünf Mal so hoch wie jener für Rindfleisch aus konventioneller Mastrinderhaltung.

Im Ökologischen Landbau wird somit die Qualität des Produktionssystems mit einer höheren Quantität an direktem Flächenverbrauch sichergestellt. Die mangelnde Berücksichtigung qualitativer Aspekte stellt somit die Anwendbarkeit des ÖFA für eine Bewertung der Nachhaltigkeit agrarischer Produktionssysteme in Frage.