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Ländlicher Raum    Feb. 2012

Online-Fachzeitung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Aktuelle Meldungen

  • Christian Rosenwirth: Perspektiven des Milchviehunternehmers nach der GAP-Reform in Österreich

    Am 26. Juni 2003 bzw. formal am 29. September 2003 beschlossen die EU-Landwirtschaftsminister die GAP-Reform. Sie bedeutet eine Neuorientierung der Europäischen Agrarpolitik: die Produktion soll wettbewerbsfähiger und stärker an Konsumentenwünsche und Umweltansprüche ausgerichtet und das Fördersystem durch die teilweise Entkoppelung der Direktzahlungen weniger handelsverzerrend gestaltet werden.

    Im vorliegenden Beitrag wird nun versucht, die Perspektiven der GAP-Reform auf die österreichischen Milchviehunter­nehmer eingehend zu beleuchten. Im Einzelnen werden die Ergebnisse der Beschlüsse und die geplante Umsetzung der gekoppelten Milchprämie kurz präsentiert, die internati­onalen Einflüsse auf den Außenschutz und Export, die Entwicklungen von Erzeugerpreisen, Milchquotenpreisen etc. eingeschätzt sowie einzelbetriebliche Berechnungen vorgestellt. Damit soll der Informationsstand zu dieser Thematik erhöht und eine Grundlage für weitere Diskussionen geschaffen werden.

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    28.07.2006,
  • Gregory Egger - Karoline Angermann - Susanne Aigner - Karl Buchgraber: GIS-gestütztes Almbewertungsmodell

    Grundlage für eine erfolgreiche und nachhaltige Almbewirtschaftung ist die Qualität und Menge des Grundfutters. Eine angemessene Ertragsleistung setzt eine ökologisch angepasste Wirtschaftsweise auf den Almweiden voraus. Wesentlich dabei ist eine geordnete Weidewirtschaft („Weidemanagement“), bei der die Nutzung auf das natürlichen Ertragspotenzial abgestimmt ist.


    Mit Hilfe des GIS-gestützten Ertragsmodellierung ist eine flächendeckende, rasche und nachvollziehbare Bewertung von Almweiden möglich. Wesentlich dabei ist die Verknüpfung von Expertenwissen mit konkreten Messdaten und erprobten Schätzverfahren. Durch die standardisierte Vorgangsweise bei Erhebung und Auswertung und durch Aufbereitung mittels Geografischem Informationssystem (GIS) sind die Ergebnisse nachvollziehbar und anschaulich darstellbar. 

     
    Das Almbewertungsmodell ist für die Planungspraxis konzipiert. Es dient als Basis bei der Durchführung von Behördenverfahren wie Wald-Weide-Trennungen, Neuregulierungen und bei der Bewertung von Grundstücken. Weiters kann das Almbewertungsmodell als Entscheidungshilfe bei der Beurteilung von Einzelmaßnahmen, bei der Kosten-Nutzen-Analyse von Maßnahmen, bei Expertengutachten und Schutzgebietsmanagementplänen eingesetzt werden. In der almwirtschaftlichen Praxis können mit Hilfe des Almbewertungsmodells konkrete Fragestellungen wie z. B. die Ermittlung der optimalen Bestoßung, die Berechnung des zusätzlichen Energieangebotes durch Schwenden bzw. das fehlende Energieangebot durch Nutzungsverzicht auf Flächen rasch und nachvollziehbar beantwortet werden.
     

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    28.07.2006,