Foto: BMLFUW

Ländlicher Raum    Feb. 2012

Online-Fachzeitung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Aktuelle Meldungen

  • Ruth Kratochvil - Sanne Dekker: Der ökologische Fußabdruck: biologische Mutterkuh- und



    Der ökologische Fußabdruck (ÖFA) ist ein Werkzeug, um den anthropogenen Naturverbrauch vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Entwicklung zu bilanzieren. Im vorliegenden Artikel wurde der ÖFA für Rindfleisch aus ökologischer Mutterkuh- und konventioneller Mastrinderhaltung berechnet. Bedingt durch extensive Grünlandbewirtschaftung, höheren Stallgebäude- und Strohbedarf sowie niedrigere tierische Leistungen ist der ÖFA für Rindfleisch aus Mutterkuhhaltung fünf Mal so hoch wie jener für Rindfleisch aus konventioneller Mastrinderhaltung.

    Im Ökologischen Landbau wird somit die Qualität des Produktionssystems mit einer höheren Quantität an direktem Flächenverbrauch sichergestellt. Die mangelnde Berücksichtigung qualitativer Aspekte stellt somit die Anwendbarkeit des ÖFA für eine Bewertung der Nachhaltigkeit agrarischer Produktionssysteme in Frage.

    > mehr

    28.07.2006,
  • Eckhard Benner: Staatliche Pull-Strategien und Verbraucherverhalten

    Staatliche Institutionen auf den unterschiedlichen Ebenen der Europäischen Union führen zur Förderung des ökologischen Landbaus so genannte Pull-Strategien durch. Diese sollen zu einer Belebung der Nachfrage noch ökologischen Lebensmitteln führen. Den politischen Entscheidungen liegt dabei ein spezifisches Verbraucherbild zugrunde, das dem Marketing-Mainstream entlehnt ist, aber mit dem Verbraucherleitbild der Europäischen Union nicht übereinstimmt.
    Wird hingegen den Überlegungen eine Bild vom Verbraucher zugrunde gelegt, das dem Verbraucherleitbild der EU entspricht, und die essentielle Bedeutung des Staates als glaubwürdige Informationsquelle für die Vermarktung von ökologischen Lebensmitteln berücksichtigt, zeigt sich, dass die Durchführung von Pull-Strategien das Vertrauen in den Staat untergraben kann. Daraus ergibt sich dann die Gefahr, dass die nachhaltige Förderung des ökologischen Landbaus, die etwa zum Zweck der ländlichen Entwicklung politisch erwünscht ist, als politisches Ziel in Frage steht. > mehr

    28.07.2006,