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Ländlicher Raum    Mai 2012

Online-Fachzeitung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

METH

Dagmar Meth: Mobilität im ländlichen Raum


In ländlichen Regionen führt die zunehmende Zersiedelung in Kombination mit der Konzentration von Arbeitsplätzen und Versorgungseinrichtungen in Zentren und den Änderungen der Sozial- und Wirtschaftsstrukturen u.a. zu Problemen wie steigende Pendeldistanzen, Abwanderung aus peripheren Gebieten, zunehmende Abhängigkeit vom motorisierten Verkehr, Ausdünnung des öffentlichen Verkehrs und etwa auch zu einem Abbau der kleinräumigen Versorgungsstrukturen. Neben der Zunahme der Haushaltsausgaben für Mobilität bewirkt dies eine Fixierung Heranwachsender auf motorisierte Individualverkehrsmittel, Versorgungs- und Mobilitätsprobleme für jene, die über kein Auto verfügen (Jugendliche, Senioren, Frauen, Einkommensarme etc.), sowie eine soziale Benachteiligung für wenig Mobile.

Im Rahmen des Forschungsprojekts MOVE, das vom Institut für Verkehrswesen und dem Institut für Raumplanung und Ländliche Neuordnung an der Universität für Bodenkultur Wien durchgeführt wird, werden Wirkungszusammenhänge untersucht und die künftige Entwicklung von Mobilität und Versorgungslage abgeschätzt. Durch Identifikation subjektiver Mobilitätsprobleme und Nahversorgungsdefizite werden neue Mobilitätslösungen und Formen der Nahversorgung analysiert und deren Auswirkungen und Akzeptanz bei den Betroffenen ermittelt...