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Ländlicher Raum    Feb. 2012

Online-Fachzeitung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

HOLZER

Gottfried Holzer: Umweltrechtliche Standards in der Landwirtschaft

Der Versuch einer Begriffs- und Standortbestimmung

Die Entwicklung des Agrarrechts in Österreich in den letzten 10 Jahren ist durch drei Tendenzen gekennzeichnet: Europäisierung, Entföderalisierung und Ökologisierung. Die Europäisierung des Agrarrechts hat ihren Grund darin, dass die Agrarpolitik jener Politikbereich der EU ist, der den höchsten Vergemeinschaftungsgrad aufweist. Die Entföderalisierung hängt damit zusammen, wird doch der Regelungsspielraum gerade im Bereich klassischer Landeskompetenzen durch EU-Recht immer mehr eingeengt (Naturschutz und Tierschutz seien als zwei von vielen Beispielen genannt). Die Ökologisierung des Agrarrechts, d.h. die stetige Zunahme umweltrelevanter Normen im Agrarbereich hat verschiedene Wurzeln.

In diesem Zusammenhang tauchen in der Rechtsordnung zunehmend neue Begriffe auf. Die verwirrende Vielfalt der Begriffe und ihr teilweise unbestimmter Inhalt lassen einen Versuch zur ##quot##Begriffsentwirrung##quot## und Standortbestimmung angezeigt erscheinen...